Schlafprobleme in den Wechseljahren zeigen sich nicht bei allen gleich, grob lassen sie sich in drei Muster einteilen.
Einschlafprobleme
Manchen fällt es abends schwer, überhaupt zur Ruhe zu kommen. Ein zu wacher Geist, Grübeleien oder die Sorge, dass das Einschlafen wieder nicht klappt, können den Prozess zusätzlich erschweren. Genau das ist auch physiologisch nachvollziehbar: Solange dein Körper im aktivierten Zustand ist, gesteuert vom Sympathikus, deinem inneren „Kampf oder Flucht“-System, findet er schwer in den entspannten Zustand, der für den Schlaf notwendig ist.
Nächtliches Aufwachen
Häufiges nächtliches Aufwachen ist eines der typischsten Muster in den Wechseljahren. Auslöser können Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen sein, von denen ein großer Teil aller Frauen in den Wechseljahren berichtet, aber auch eine schlicht volle Blase: In einer Untersuchung gab mehr als jede zweite Frau an, mindestens einmal pro Woche nachts aufs WC zu müssen.
Nach dem Aufwachen wieder einzuschlafen, fällt vielen schwerer als das erste Einschlafen am Abend. Wichtig zu wissen: Je mehr du dich unter Druck setzt, schnell wieder einzuschlafen, desto schwerer wird es meist, da diese Anspannung dem entgegenwirkt, was dein Körper für den Schlaf braucht.
Frühes Erwachen
Manche wachen morgens deutlich früher auf, als sie eigentlich wollten, und können danach nicht mehr einschlafen. Auch das hängt mit der veränderten Hormonlage und der insgesamt leichteren Schlafarchitektur in dieser Lebensphase zusammen. Wenn du regelmäßig deutlich vor dem Wecker wach liegst und dich das belastet, ist das ein Muster, das du in einem ärztlichen Gespräch ansprechen kannst.