Bei jeder neu auftretenden Blutung nach einer beschlossenen Menopause ist der Gang zur Ärztin oder zum Arzt dringend — idealerweise zeitnah. Auch während der Perimenopause gibt es klare Signale, die eine Abklärung erfordern: starke Blutungen, die das tägliche Leben einschränken oder zu Kreislaufproblemen führen, Blutungen, die länger als sieben Tage andauern, kontinuierliche oder zunehmend häufiger werdende Zwischenblutungen und Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr. Wenn du zusätzlich Schmerzen, Fieber, ungewöhnliche Ausflussveränderungen oder Symptome einer Blutarmut wie ständige Müdigkeit, Atemnot bei Anstrengung oder Schwindel bemerkst, ist eine schnelle Untersuchung wichtig. Die Untersuchung besteht in der Regel aus einer ausführlichen Anamnese (wann, wie stark, welche Begleitsymptome), einer körperlichen und gynäkologischen Untersuchung, einer Ultraschalluntersuchung des kleinen Beckens und gegebenenfalls einer Blutuntersuchung (zum Beispiel Hämoglobin-Wert). Bei Hinweisen auf eine Schleimhautverdickung wird meist eine Endometriumprobe entnommen oder eine Hysteroskopie empfohlen. Hormonbestimmungen sind in vielen Fällen nicht hilfreich, weil die Werte im Perimenopausen-Stress stark schwanken; sie können in speziellen Situationen aber ergänzend sein. Wenn Medikamente eine Rolle spielen (z. B. Blutverdünner) oder du eine Hormontherapie nimmst, teile das unbedingt mit — das kann das weitere Vorgehen beeinflussen. Und wenn die Blutung so heftig ist, dass du Blutungen nicht mehr kontrollieren kannst oder bewusstloskeitsnahe Symptome auftreten, dann gehört das in die Notfallversorgung.