Es ist nicht immer einfach zu erkennen, ab wann man in den Wechseljahren ist. Denn einige Anzeichen, die mit der Perimenopause verknüpft sind, können auch andere Ursachen haben – körperlich, psychisch oder sozial. Viele Frauen befinden sich mit Ende 30 oder Anfang 40 in der „Rush Hour des Lebens“, einer stressigen Lebensphase. Kinder, Karriere und / oder Partnerschaft nehmen Zeit und Energie in Anspruch. Dazu kommt das „ganz normale Älterwerden“, das einige Zipperlein und ein steigendes Risiko für Erkrankungen mit sich bringt.
Ein anderer Faktor ist hormonelle Verhütung. Die meisten Präparaten unterdrücken deine Zyklen – und damit auch Anzeichen der Perimenopause. Unabhängig davon, ob du gar keine Blutungen hast (z.B. beim Hormonimplantat) oder ob eine regelmäßige Hormonabbruchblutung stattfindet (üblich bei den meisten Pillen): Lass dich am besten ärztlich beraten und erwäge, ob ein Absetzen deiner Methode in Frage kommt, um den potenziellen Beginn deiner Wechseljahre zu erkennen.
Wenn du nicht hormonell verhütest und keine weiteren hormonwirksamen Medikamente bekommst, gibt es einen aufschlussreichen Weg, die beginnenden Wechseljahre zu erkennen: Zyklusbeobachtung. Ein einfacher Anfang ist, deine Periodenblutungen und mögliche Symptome in einem Kalender zu notieren.
Noch aufschlussreicher – und wissenschaftlich belegt – ist die Beobachtung der Aufwachtemperatur und des Zervixschleims. Mit der sogenannten symptothermalen Methode „NFP nach Sensiplan“ kannst du jeden Zyklus aufs Neue feststellen, ob und wann in etwa dein Eisprung stattgefunden hast – und selbst schleichende Veränderungen bemerken.