Viele Frauen fühlen sich von den Veränderungen der Wechseljahre verunsichert. Einige Anzeichen helfen dir, zu erkennen, in welcher Phase du dich befindest.
Die ärztliche Leitlinie zu Peri- und Postmenopause betont, dass die verschiedenen Phasen der Wechseljahre meistens anhand von Symptomen diagnostiziert werden können und Hormontests nicht immer nötig sind. In manchen Fällen wird eine Bestimmung des Hormons FSH (Follikelstimulierendes Hormon) empfohlen. Dieses steigt im Klimakterium deutlich. Laut Leitlinie sollte dies untersucht werden:
1. Bei Frauen zwischen dem 40. Und 45. Lebensjahr, die von Wechseljahressymptomen wie Zyklusveränderungen und Hitzewallungen berichten
2. Bei Frauen unter 40 Jahren mit Verdacht auf vorzeitige Ovarialinsuffizienz (vorzeitig schwindende Eizellreserve / Eierstockfunktion)
Doch auch du selbst kannst viel anhand deiner Körperzeichen erkennen. In einem Zykluskalender kannst du dir deine Menstruationsblutung und ggf. auch Zwischenblutungen markieren. Werden die Abstände immer kürzer, deutet dies womöglich auf die Prämenopause beziehungsweise frühe Perimenopause hin.
Länger werdende Zyklen und unregelmäßige Blutungen sind typisch für die mittlere und späte Phase der Perimenopause. Und ein Jahr nach deiner letzten Periode kannst du feststellen, dass deine Menopause stattgefunden hat und du in der Postmenopause angekommen bist.
Zudem hilft es dir, auf Symptome zu achten, die mit den Wechseljahren zusammenhängen können: Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, trockene Schleimhäute und einiges mehr. Beachte dabei, dass lediglich bei den Zyklusveränderungen und Hitzewallungen der Zusammenhang mit den Wechseljahren bewiesen ist. Alle weiteren Symptomen können mit den Wechseljahren, aber auch mit anderen gesundheitlichen Themen zusammenhängen. Deshalb ist eine genaue Abklärung sinnvoll.
Möchtest du einen genaueren Einblick in den Verlauf der Wechseljahre erhalten, ist die symptothermale Beobachtung von Temperatur und Zervixschleim eine Option. Die Methode NFP nach Sensiplan bietet ein erforschtes Regelwerk hierfür. Anhand der Auswertung dieser Körperzeichen kannst du jeden Zyklus aufs Neue feststellen, ob und wann ein Eisprung stattgefunden hat – und die Veränderung deiner Zyklen mitverfolgen.
Wichtig: Wenn du hormonelle Verhütung oder andere hormonwirksame Medikamente einnimmst, die eine regelmäßige künstliche Blutung verursachen oder aber deine Menstruationsblutung unterdrücken, müssen die Wechseljahre möglicherweise anderweitig festgestellt werden. Das gleiche gilt, wenn du eine Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) hattest. Lass dich hierzu am besten ärztlich beraten.